Studienübersicht

Auf dieser Seite finden Sie Zusammenfassungen von Studien, die die Kreuzimmunität zum Thema haben oder ansprechen in deutscher und englischer Sprache. Jeweils mit Quellenangabe und Verlinkung auf die Originalstudie.  

Veröffentlichung und Sortierung nach Datum.

Medienartikel und Videos zu dem Thema finden Sie hier

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Universität Johns Hopkins

(Redd, Nardin)

30. März 2021

Die brasilianischen, die britischen und die südafrikanischen Mutanten sind keine. Es sind Varianten des Virus. Vergleiche auch die Definition des RKI.

Die T-Zellen des Immunsystems erkennen alle Varianten des Coronavirus mit großer Zuverlässigkeit.

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Universität Singapur

(LeBert)

27. November 2020

Asymptomatische Menschen mit SARS-CoV-2 haben eine virusspezifische T-Zell-Antwort im gleichen Umfang wie erkrankte Patienten, die jedoch funktionell wesentlich genauer wirkt. Es wurde entdeckt, dass auch in 39% von archivierten Laborproben aus der Zeit vor dem Auftreten von SARS-CoV-2 kreuzreaktive T-Zellen enthalten sind.

Firma MedGenome

3. November 2020

Diese Studie mit großen Zahlen an Probanden aus den USA und Indien kommt auf den Wert von 70% bestehender Kreuzimmunität beim Menschen gegen SARS-CoV-2 aufgrund von vorherigem Kontakt zu den weit verbreiteten (=endemischen) Erkältungsviren von denen etwa 20% sog. humane Corona-Viren sind.

La Jolla Institut 

(Mateus, Grifoni)

2. Oktober 2020

Diese Studie untersucht die bestehende Kreuzimmunität in verschiedenen Teilen der Welt, die dort auch unterschiedlich ausgeprägt vorgefunden wurde. In der Kreuzimmunität wird der Grund für die stark unterschiedlichen Krankheits-Verläufe von asymptomatisch bis tödlich, gesehen.

Karolinska Institut

(Sweden)

29. Juni 2020

Umfangreiche Untersuchung der T-Zell-Immunität in Blutspendern, Familienmitgliedern von Erkrankten, mild und schwer erkrankten sowie rekonvaleszenten COVID-19 Patienten. T-Zell-Nachweise von 29% bis 100% der Probanden. Untersuchung der Vielgestaltigkeit der T-Zellen-Reaktion je nach Stadium der Erkrankung oder Erwerb und auch der Korrelation zur Schwere der Erkrankung. Erkenntnisse zur Kreuzimmunität als Nebenergebnis der Studie.

Universität Tübingen

(Nelde, Bilich)

10. Juni 2020

Diese Studie untersucht die unterschiedlichen Wirkweisen der Immunantwort und kommt von allen hier dargestellten Studien auf den höchsten Wert von 81% Kreuzimmunität. Die Unterschiede der langanhaltenden T-Zell-Immunität zur kurzzeitigen Antikörper-Immunität werden erläutert. Letztere kann in seltenen Fällen auch die gut bekannte Lungenpathologie auslösen.

Universität Singapur

(Bertoletti)

27. Mai 2020

Unterschiedliche Muster existierender SARS-COV-2-spezifischer T-Zell-Immunität bei SARS-rekonvaleszenten und bei nicht infizierten Personen.

Universität Singapur

(Bertoletti)

20. Mai 2020

Diese Studie untersucht im Detail die Immunantwort von genesenen SARS-CoV-2-Patienten, von SARS-Patienten aus dem Jahre 2003 und von Menschen ohne Kontakt zu SARS-CoV-2. Genesene Patienten sind immun, auch SARS in 2003 führt zu Immunität gegen SARS-CoV-2. Aus der Kontrollgruppe ohne Infektion weisen 51% der Probanden eine bestehende Kreuzimmunität gegen SARS-CoV-2 auf.

La Jolla Institut (Grifoni,

Weiskopf, Mateus, Crotty)

14. Mai 2020

Sehr detaillierte und gründliche Studie mit Untersuchung der Wirkweisen und Ausarbeitung der verschiedenen Ansätze des Immunsystems gegen SARS-CoV-2. Untersuchung der Immunreaktion bis auf die Ebene der unterschiedlichen T-Zell-Typen und auf die angegriffenen Bestandteile und Proteine des Virus. Beschreibung von möglichen, aber seltenen Ausnahmen in der Immunantwort, die in Todesfällen bei jungen Menschen und Erholung von sehr alten vorerkrankten Menschen resultieren können.

La Jolla Institut

(Weiskopf, Grifoni)

11. April 2020

Studie bei akut und schwer an SARS-CoV-2 erkrankten Patienten über die Funktion von T-Zellen des Immunsystems. Bei dieser Arbeit wurden bei 20% der Probanden aus der Kontrollgruppe ebenfalls kreuzreaktive T-Zellen entdeckt.

Max-Planck-Institut TU Berlin & Charité (Braun, Drosten)

9. April 2020

Die asymptomatischen Infizierten sind asymptomatisch, weil sie ein gut funktionierendes Immunsystem haben. Ein Drittel der Bevölkerung verfügt über Kreuzimmunität gegen Sars-CoV-2, die aus früheren Begegnungen mit ‘normalen’ Co­ronaviren entstanden ist. Die schützende zel­luläre Immunant­wort ist äußerst langlebig. Kinder und Jugendliche sind so bemerkenswert widerstandsfähig gegen Corona, weil sie ‘Virenschleudern’ sind. Erwachsene mit einer stabilen Immunantwort haben diese aus einem ‘gewöhnlichen Winterschupfen’ der Vorjahre. Die Herdenimmunität ist schon viel weiter erreicht, als bislang gedacht.