T-Zell Studie 02.10.20

La Jolla Institut (Mateus, Grifoni)

Diese Studie untersucht die bestehende Kreuzimmunität in verschiedenen Teilen der Welt, die dort auch unterschiedlich ausgeprägt vorgefunden wurde. In der Kreuzimmunität wird der Grund für die stark unterschiedlichen Karnkheits-Verläufe von asymptomatisch bis tödlich, gesehen.

Auszüge aus der Studie:

“SARS-CoV-2-reaktive CD4 + T-Zellen wurden in nicht exponierten Personen [aus geografisch unterschiedlichen Kohorten in den USA, den Niederlanden, Deutschland, Singapur und Großbritannien] nachgewiesen, was darauf hindeutet, dass bei 20 bis 50% der Menschen bereits ein kreuzreaktives T-Zell-Gedächtnis vorhanden ist. [...] Unter Verwendung von menschlichen Blutproben, die vor der Entdeckung des SARS-CoV-2-Virus im Jahr 2019 entnommen wurden, haben wir 142 T-Zell-Epitope des SARS-CoV-2-Genoms kartiert, um eine präzise Abfrage des SARS-CoV-2-spezifischen CD4+ T-Zellrepertoire zu ermöglichen.  

 

Wir zeigen das bereits vorhandene Gedächtnis-CD4+ T-Zellen kreuzreaktiv sind, mit vergleichbarer Reaktion auf SARS-CoV-2 und den verbreiteten Erkältungs-Coronaviren OC43, 229E, NL63 und HKU1.“ 
Diese Humanen Coronaviren (HCoVs) teilen eine Teilsequenzhomologie mit SARS-CoV-2, sie sind weit verbreitet in der Allgemeinbevölkerung und in der Regel für leichte Atemwegsbeschwerden  verantwortlich. [...eine] bereits bestehende kreuzreaktive T-Zell-Immunität gegen SARS-CoV-2 hat weitreichende Auswirkungen, da sie die stark unterschiedlichen klinischen Krankheits-Verläufe von COVID-19 erklären, und epidemiologische Modelle der Herdenimmunität beeinflussen [...]. 

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Originaltext der Zitate:

“SARS-CoV-2–reactive CD4+ T cells have been reported in unexposed individuals [from geographically diverse cohorts in the United States, the Netherlands, Germany, Singapore and the UK] suggesting preexisting cross-reactive T cell memory in 20 to 50% of people. [...] Using human blood samples derived before the SARS-CoV-2 virus was discovered in 2019, we mapped 142 T cell epitopes across the SARS-CoV-2 genome to facilitate precise interrogation of the SARS-CoV-2–specific CD4+ T cell repertoire. We demonstrate a range of preexisting memory CD4+ T cells that are cross-reactive with comparable affinity to SARS-CoV-2 and the common cold coronaviruses human coronavirus (HCoV)-OC43, HCoV-229E, HCoV-NL63, and HCoV-HKU1.”


“These HCoVs share partial sequence homology with SARS-CoV-2, are widely circulating in the general population, and are typically responsible for mild respiratory symptoms. [... a] preexisting cross-reactive T cell immunity to SARS-CoV-2 has broad implications because it could explain aspects of differential COVID-19 clinical outcomes, influence epidemiological models of herd immunity […]”

Institut

Center for Infectious Disease and Vaccine Research, La Jolla Institute for Immunology, California, USA. - Mateus, Grifoni, Weiskopf et al.


Quelle 

https://science.sciencemag.org/content/370/6512/89


PDF (Volltext der Studie, englisch)

https://science.sciencemag.org/content/sci/370/6512/89.full.pdf