Aktuelles

Auf dieser Seite finden Sie Zusammenfassungen von Artikeln und Beiträgen in Nachrichtenmedien und Fachpublikationen die die Kreuzimmunität zum Thema haben oder ansprechen. Jeweils mit Quellenangabe und Verlinkung.

Veröffentlichung und Sortierung nach Datum.
Aus Gründen der Vollständigkeit fangen wir mit Beiträgen aus dem Sommer des letzten Jahres an. Wir werden im Laufe des Mai alle weiteren uns bekannten Beiträge bis Frühjahr 2021 hier veröffentlichen. Jeweils mit einem Hinweis im Newsletter.

Wissenschaftliche Studien zu dem Thema finden Sie hier.

19.11.2020 - Süd West Rundfunk

test_artikel.png

Bericht des SWR über die Tübinger Studie mit 81% Anteil an Kreuzimmunität in der Bevölkerung. Die guten Nachrichten werden mit Fragezeichen als Frage formuliert und die Wichtigkeit dieser Erkenntnisse für die Impfstofforschung wird betont.

09.11.2020 - Ärzteblatt

test_artikel.png

Der Titel des Artikels vom November 2020 ist auch seine zentrale Aussage: "SARS-CoV-2: Kinder haben häufiger schon vor der Infektion protektive Antikörper"

26.10.2020 - New York Times

test_artikel.png

Ein weiterer hervorragender Artikel aus der New York Times mit dem Titel Warum sie sich über verschwindende Antikörper keine Sorgen machen müssen. Übersetzte Auszüge: "Experten sagen, dass es normal ist, dass die Antikörperspiegel nach dem Abklingen einer Infektion sinken und dass sie nur einen Zweig der Immunantwort gegen ein Virus darstellen. Sinkende Antikörperspiegel nach Abklingen der akuten Infektion „ist das Zeichen einer normalen gesunden Immunantwort“, sagte Dr. Hensley. „Das bedeutet nicht, dass diese Leute keine Antikörper mehr haben. Das bedeutet nicht, dass sie keinen Schutz haben.“[...] Eine sehr kleine Anzahl von Menschen kann keine Antikörper bilden. Aber auch diese Menschen haben möglicherweise Immunzellen, sogenannte T-Zellen, die das Virus identifizieren und zerstören können. [...] Es ist unwahrscheinlich, dass T-Zellen eine Infektion verhindern, aber sie können zumindest ernsthafte Krankheiten verhindern, indem sie den Angriff abschwächen, sagte Dr. Crotty. Angesichts all dessen, sagte er, sei es „falsch“, niedrige Antikörperspiegel so zu interpretieren, dass die Immunität verschwindet oder dass Coronavirus-Impfstoffe nicht wirksam sind.

20.09.2020 - Klinik für Infektiologie St. Gallen

test_artikel.png

Blogartikel der Klinik für Infektiologie in St. Gallen der eine Übersetzung und Erklärung des Artikels "Haben viele Menschen bereits eine Immunität gegen Covid?" im British Medical Journal vom 17.09.2020 ist. Die Frage wird dabei mit Ja beantwortet, viele Menschen haben im September 2020 bereits Immunität.

02.09.2020 - Redaktionsnetzwerk Deutschland

test_artikel.png

Der Artikel fasst den Forschungsstand mehrerer Studien im Herbst 2020 zusammen. "T-Zellen gegen Sars-CoV-2 [finden sich] sogar in Blutproben, die vor dessen Ausbruch genommen wurden. Diese scheinen nach dem Kontakt mit eng verwandten, aber harmloseren Corona-Erkältungsviren entstanden zu sein. Man spricht hierbei auch von einer Kreuzimmunität. Die Autoren halten es für möglich, dass diese Kreuzimmunität für viele milde Verläufe verantwortlich ist."

28.08.2020 - University Berkeley

test_artikel.png

Fachartikel über die Rolle von Antikörpern im Vergleich zu T-Zellen hinsichtlich einer schätzenden Immunität vor SARS-CoV-2. Übersetzte Auszüge: "Die Antikörperantwort ist oft ein schlechter Marker für eine frühere Coronavirus-Infektion, insbesondere bei leichten Infektionen, und sie ist kurzlebiger als T-Zell-Antwort. Eine starke Antikörperantwort korreliert mit einer schwereren klinischen Erkrankung, während die T-Zell-Antwort mit einer weniger schweren Erkrankung korreliert. [...]
Daten von Coronavirus-Infektionen [...] heben die Bedeutung einer hochwertigen T-Zell-Antwort bei schützender Immunität hervor [...]
Es wird wichtig sein, die Beziehung zwischen Breite, Funktionalität und Dauer der T-Zell-Antworten und der daraus resultierenden schützenden Immunität zu verstehen."

16.08.2020 - New York Times

test_artikel.png

Artikel über den Forschungsstand im Herbst 2020: "Die Dinge funktionieren wirklich so, wie sie sollen", sagte Deepta Bhattacharya, Immunologin an der University of Arizona [...]
Obwohl Forscher nicht vorhersagen können, wie lange diese Immunantworten anhalten werden, halten viele Experten die Daten für einen willkommenen Hinweis darauf, dass die fleißigsten Zellen des Körpers ihre Arbeit verrichten – und gute Chancen haben, das Coronavirus schneller und gründlicher als zuvor abzuwehren. wenn es ihm wieder ausgesetzt ist.
„Das ist genau das, was man sich erhoffen würde“, sagt Marion Pepper, Immunologin an der University of Washington [...] „Alle Voraussetzungen für eine vollständig schützende Immunantwort sind vorhanden.“ […]
Die Forschung über Immunantworten auf das Coronavirus konzentrierte sich bislang auf Antikörper – Y-förmige Proteine, die sich an die Oberfläche von Krankheitserregern anheften und diese daran hindern, Zellen zu infizieren. Antikörper stellen aber nur einen Flügel eines komplexen und koordinierten Geschwaders von Immunsoldaten dar, jeder mit seinen eigenen einzigartigen Angriffsmethoden. Viren, die bereits in Zellen eingedrungen sind, sind für Antikörpern zwar nicht mehr auffindbar, werden aber von Killer-T-Zellen, die infizierte Zellen zur Selbstzerstörung zwingen, weiter aufgespürt. Andere Gruppe von T-Zellen, die „Helfer“ T-Zellen, bringen B-Zellen dazu, Antikörper herzustellen.
Andere Teile des Immunsystems greifen Krankheitserreger innerhalb von Minuten nach ihrer Ankunft im Körper an und senden Signale aus, Zytokine genannt, um Abwehrkräfte aus anderen Bereichen im Körper zu mobilisieren.

13.08.2020 - Neue Zürcher Zeitung

test_artikel.png

Der Untertitel enthält die Kernaussage: "Eine frühere Erkrankung mit Erkältungs-Coronaviren könnte das Immunsystem auf Sars-CoV-2 vorbereiten. Womöglich ist das einer der Gründe, warum viele Infizierte nur leichte Symptome zeigen." Es geht abermals um die erste Studie zur Kreuzimmunität.

06.08.2020 - Apotheke adhoc

test_artikel.png


Weiterer Artikel über die weltweit erste Studie "SARS-CoV-2-reactive T cells in healthy donors and patients with COVID-19". Kernaussage: es gibt Kreuzimmunität durch Erkältungsviren

04.08.2020 - Technische Universität Berlin

test_artikel.png

Pressemitteilung der gemeinsamen Studie der Charité und der TU Berlin

01.08.2020 - Forschung und Wissen.de

test_artikel.png

Artikel über die weltweit erste Studie "SARS-CoV-2-reactive T cells in healthy donors and patients with COVID-19" [LINK AUF DIE STUDIE] mit dem Ergebnis, dass es "bei 35 Prozent der gesunden Probanden zu einer Reaktion kam, die belegt, dass deren Immunsystem über Gedächtniszellen verfügt, die SARS-CoV-2 erkennen können. [...] Während die Immunzellen der zuvor mit SARS-CoV-2 infizierten Patienten das Spike-Protein auf ganzer Länge erkannten, konnten die Immunzellen der gesunden Probanden lediglich die Fragmente erkennen, deren Struktur starke Ähnlichkeit mit schon lange in Europa verbreiteten relativ harmlosen Coronaviren haben."

31.07.2020 - Ärzteblatt

test_artikel.png

Widersprüchlicher Artikel. Nach der positiven Überschrift heißt es einschränkend: "Eine Immunität gegen SARS-CoV-2 geht damit nicht einher." und "die Intensität der T-Zell-Reaktion nicht mit der Schwere der COVID-19-Erkrankung korrelierte, wie es bei Antikörperreaktionen bekannt ist." - Das ist jedoch genau die Wirkung der kreuzreaktiven T-Zellen: sie sorgen bei einer Infektion für einen schwach oder sogar asymptomatischen Verlauf, und dies bei 81% der Menschen. Es handelt sich also dennoch um eine hervorragende Antwort des Immunsystems.

29.07.2020 – Charité

test_artikel.png

Pressemitteilung der Charité zum Beginn einer Studie mit der Aussage, dass "ein Drittel der Menschen, die noch nie mit SARS-CoV-2 in Kontakt gekommen sind, über T-Helfer-Gedächtniszellen [verfügen], die das neue Virus dennoch erkennen. Der Grund dafür ist vermutlich, dass bestimmte Strukturen von SARS-CoV-2 denen landläufiger Coronaviren ähneln."

16.06.2020 - DIE ZEIT

test_artikel.png

Interview mit zwei Forschern der weltweit ersten Studie zur Untersuchung möglicher Kreuzimmunität des menschlichen Immunsystems gegen SARS-CoV-2. Gut verständliche Erläuterung über die Rolle der T-Zellen im Immunsystem, über die Dauer ihrer Wirksamkeit und mit der Einschätzung, dass der Anteil an Kreuzimmunität gegen SARS-CoV-2 wahrscheinlich 40% bis 50% beträgt, was höher ist, als die in der Studie nachgewiesen 35%. Zum Thema Infektiösität (Ansteckung anderer Menschen durch die -aufgrund ihrer Kreuzimmunität nur asymptomatisch- Infizierten) trauen sich die Forscher zu diesem Zeitpunkt noch keine Aussage zu. Das Kinder an SARS-CoV-2 so selten schwer erkranken wird den häufigen Kontakten mit Erkältungsviren zugeschrieben, die eine stabile Kreuzimmunität erzeugen.

02.07.2020 - Professor Shane Crotty

test_artikel.png

Online Veranstaltung mit einem der führenden Impfstoff-Forscher, Prof. Crotty vom La Jolla Institute in Kalifornien. Eine Stunde Informationen zu T-Zellen, ihrer Bedeutung, ihrer Wirkweise und der Wichtigkeit dieser Erkenntnisse für die Impfstoffentwicklung.

14.07.2020 – Deutschlandfunk

test_artikel.png

Artikel über Antikörperstudien mit dem Hinweis, dass erste Forschungsergebnisse zeigen, dass eine Immunität gegen SARS-CoV-2 durch kreuzreaktive T-Zellen doppelt so weit verbreitet ist wie durch Antiköper nachweisbare Immunität.

20.07.2020 - The Conversation

test_artikel.png

Sehr guter Fachartikel der englischen Wissenschaftsseite The Conversation über B- und T-Zellen und der Stand der forschung im Sommer 2020. Übersetzte Auszüge: „[Sie] müssen zwei sehr wichtige Zellen kennen: B-Zellen und T-Zellen. Hier ist eine kurze Einführung, [...]:
Das Immunsystem ist ein Netzwerk von eng miteinander verbundenen Zellen, um den Körper vor inneren und äußeren Bedrohungen zu schützen. Es wird grob in zwei Untertypen eingeteilt: angeboren (natürlich) und adaptiv (erworben). [...]
Das angeborene System ist die erste Verteidigungslinie, [...dieses gibt] Hinweise in Form von chemischen Signalen (Zytokinen) oder abgebauten Produkten infektiöser Organismen (Antigene), um das adaptive Immunsystem zu aktivieren, [...] welches sich zu einer vielseitigeren und hochgradig zielspezifischen Abwehr entwickelt [hat], mit der Fähigkeit, sehr feine Unterschiede in der Zusammensetzung von Infektionserregern zu unterscheiden. [...]
T-Zellen werden weiter in zwei Untertypen gruppiert, CD4+ und CD8+ Zellen. CD4+ sind T-Helferzellen, die die Aktivität anderer Immunzellen unterstützen, [wodurch] Antikörper produziert [werden]. CD8+-zytotoxische T-Zellen hingegen töten infizierte Zellen direkt ab.

Sobald das adaptive Immunsystem den Eindringling besiegt hat, wird ein Pool langlebiger T- und B-Gedächtniszellen gebildet. Diese Gedächtnislymphozyten bleiben ruhend, bis sie das nächste Mal auf denselben Erreger treffen. Diesmal erzeugen sie jedoch eine viel schnellere und stärkere Immunreaktion. Das Gedächtnis ist die Schlüsselfunktion des adaptiven Immunsystems und ermöglicht einen langfristigen Schutz.

Da die meisten Menschen dem neuartigen Coronavirus nicht ausgesetzt waren, kann mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass nicht infizierte Menschen über keine Gedächtnis-T- und B-Zellen und damit keinen Schutz vor einer COVID-19-Infektion verfügen. [...]

Eine aktuelle Studie aus den USA [...] zeigte auch, dass einige nicht infizierte Menschen T-Zellen gegen COVID-19 hatten, was auf eine Überschneidung mit der Reaktion auf frühere Coronavirus-Infektionen hindeutet – sogenannte Kreuzreaktivität.
Jüngste Untersuchungen des Karolinska-Instituts in Schweden zeigten außerdem, dass mehrere COVID-Patienten mit leichten bis gar keinen Symptomen T-Zellen gegen das Virus gebildet hatten. [...]
Mit anderen Worten, die Antikörper, die B-Zellen während der ersten Exposition bilden, verschwinden in wenigen Wochen, aber die dadurch gebildeten Gedächtniszellen bleiben viel länger erhalten.“

25.07.2020 – Tagesanzeiger

test_artikel.png

Interview mit dem Schweizer Immunologen und Infektiologen Prof. Antonio Bertoletti, der in Singapur forscht, über die Verbreitung von Kreuzimmunität in der Bevölkerung. Er vermutet bis zu 50% und erklärt den jahrelangen Schutz und die geringen Erkrankungen der Kinder mit der Kreuzimmunität.

26.07.2020 - New York Times

test_artikel.png

Früher hervorragender Artikel der New York Times, als das Thema Kreuzimmunität in der weltweiten Forschung noch sehr neu war. Übersetzte Auszüge: „Ihr Blut trägt die Erinnerung an jeden Krankheitserreger, dem Sie jemals begegnet sind. [...] Aber die Menge der Coronavirus-Antikörper sinkt stark, wenn die akute Krankheit endet. [...] Das bedeutet, dass abnehmende Antikörper, nicht unbedingt eine abnehmende Immunität bedeuten, sagten mehrere Experten. [...] Wenn sich die Berichte über die Immunität gegen das Coronavirus ständig ändern, liegt dies teilweise daran, dass das Virus Wissenschaftlern fremd war. Aber es wird immer klarer, dass sich dieses Virus wie jedes andere verhält. Im Allgemeinen funktioniert die Immunität gegen Viren so: Die erste Begegnung mit einem Erreger – typischerweise im Kindesalter – überrascht den Körper. Die daraus resultierende Erkrankung kann je nach [den Umständen] leicht oder schwer sein. [...] Wenn der Körper das nächste Mal – und jedes Mal danach – auf das Virus trifft, können diese Zellen innerhalb von Stunden Antikörper massenhaft produzieren. Die Erinnerungsantwort wird mit jeder Begegnung stärker. Es ist eines der großen Wunder des menschlichen Körpers. „Wie auch immer Ihr Wert heute ist, wenn Sie sich infizieren, werden Ihre Antikörpertiter stark ansteigen“, sagte Dr. Michael Mina, Immunologe an der Harvard University, [...] "Das Virus wird beim zweiten Mal nie eine Chance haben." Ein einziger Blutstropfen enthält Milliarden von Antikörpern, die alle auf ihre spezifischen Ziele warten. Manchmal, wie es bei Antikörpern gegen das Coronavirus der Fall sein kann, gibt es zu wenige, um bei einem Test ein positives Signal zu erhalten – aber das bedeutet nicht, dass die getestete Person keine Immunität gegen das Virus hat. „Selbst wenn ihre Antikörper unter die Nachweisgrenzen unserer Instrumente sinken, bedeutet dies nicht, dass ihr ‚Gedächtnis‘ verloren ist“, sagte Dr. Mina. [...] Laut mehreren aktuellen Studien scheint praktisch jeder mit dem Coronavirus infizierte T-Zell-Reaktionen zu entwickeln. „Das bedeutet, dass selbst bei einem niedrigen Antikörpertiter die zuvor infizierten Menschen eine ausreichend gute T-Zell-Antwort haben können, die Schutz bieten kann“, sagte Akiko Iwasaki, Immunologe an der Yale University.“